Navigation und Service

Logo Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Studierendenforschung

ersatz

Aktuell gibt es fast drei Millionen Studierende an deutschen Hochschulen. Herkunft, Zufriedenheit mit dem Studium, Gesundheit und soziale Lage: Das Bundesministerium für Bildung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert Forschung über Studierende.

Handlungsperspektiven aus der Förderlinie Studienerfolg und Studienabbruch

Ein Studienabbruch ist eine Herausforderung, die nicht nur den Einzelnen betrifft, sondern auch unser Bildungs system und die gesamte Gesellschaft. Denn: Jede und jeder kann davon betroffen sein. Die Gründe dafür sind vielfältig und individuell. Besonders Studierende aus Nicht-Akademikerfamilien, Erstakademiker und -innen sowie Studierende mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen sind häufig mit besonderen Hürden konfrontiert, die ihren Weg zum Studienabschluss erschweren. Die von den Autorinnen, Professorin Dr. Kerstin Mayrberger (Universität Hamburg) und Professorin Dr. Isabel Steinhardt (Universität Paderborn), in Abstimmung mit den einzelnen Forschungsprojekten der Förderline Studienerfolg und Studienabbruch II zusammengefassten Ergebnisse eröffnen Perspektiven und vermitteln Ideen für Handlungs ansätze, um Studienabbrüche zu verhindern und zugleich die Förderung von Fachkräften und Talenten voranzutreiben.

Die Studierendenbefragung in Deutschland

Die neue Studierendenbefragung in Deutschland führt drei traditionsreichen Langzeiterhebungen zusammen: die Sozialerhebung (seit 1951), den Studierendensurvey (seit 1982) und Studieren mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung (BEST) (seit 2012). Zudem stellt sie die deutschen Daten für EUROSTUDENT bereit, die europäische Studierendenbefragung. Die Daten aus der Studierendenbefragung in Deutschland sind die Grundlage für das hochschulische Bildungsmonitoring in Deutschland und fließen in verschiedene Berichte und wissenschaftliche Publikationen ein.

Die wirtschaftliche und soziale Lage von Studierenden (Sozialerhebung)

Wie leben Studierende in Deutschland? Wie setzt sich die Studierendenschaft zusammen? Und wie finanzieren Studierende ihren Lebensunterhalt? Seit mehr als 70 Jahren berichtet die Sozialerhebung regelmäßig über die soziale und wirtschaftliche Situation von Studierenden in Deutschland. Erstmals wurde die Sozialerhebung im Jahr 1951 vom Deutschen Studierendenwerk (DSW) durchgeführt. Seit gut vier Jahrzehnten arbeiten das Deutsche Studierendenwerk und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in der Durchführung der Sozialerhebung eng zusammen.

Die Ergebnisse der 22. Sozialerhebung wurden im Mai 2023 veröffentlicht.

Studieren mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung (best)

Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und damit auch an Bildung zu ermöglichen, ist ein wichtiger politischer und gesellschaftlicher Auftrag. Wie ist die Lage von Studierenden mit einer studienerschwerenden Beeinträchtigung in Deutschland? Wie und wo studieren sie? Gibt es Bereiche, in denen das Studieren mit studienerschwerender Beeinträchtigung mit besonderen Herausforderungen verbunden ist? Zur Beantwortung dieser Fragen fördert das BMFTR seit 2012 ein bildungspolitisches Monitoring des Studierens mit gesundheitlicher Beeinträchtigung für Deutschland (BEST/best).

Im Dezember 2023 wurde der dritten Bericht, kurz best3, veröffentlicht.

Studiensituation unter Online-Bedingungen

Die Corona-Pandemie hat Studierende und Lehrende gezwungen, innerhalb kürzester Zeit digitale Lehr- und Lernformate zu entwickeln. Wie sehen die digitale Lehre und das digitale Studium aus? Wie bewältigen die Studierenden physische Distanz? Wie bewerten die Studierenden die digitalen Lehrveranstaltungen? Auf diese und weitere Fragen liefert der von der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz verfasste Bericht Studiensituation unter Onlinebedingungen – Studieren während der Corona-Pandemie 2021 Antworten.

Studentische Einstellungen: Antisemitismus an Hochschulen

Seit den Terrorangriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 ist eine deutliche Zunahme antisemitischer Vorfälle an Hochschulen zu beobachten. Die AG Hochschulforschung der Universität Konstanz führte im Auftrag des BMFTR zwei Umfragen unter Studierenden durch, um das Meinungsklima zum Krieg in Israel und im Gazastreifen, die Protestbereitschaft in Deutschland, die Wahrnehmung von Antisemitismus in Gesellschaft und Hochschule und schließlich antisemitische Haltungen unter Studierenden abschätzen zu können. In die zweite Befragung wurden zudem Hochschulleitungen einbezogen.

Die erste Studie wurde im März 2024 veröffentlicht. Link: Studentisches Meinungsklima zur Gewalteskalation in Israel und Gaza und Antisemitismus an deutschen Hochschulen

Die zweite Studie wurde im April 2025 veröffentlicht. Link: Antisemitismus und pro-palästinensische Proteste an deutschen Hochschulen : Befragungsergebnisse bei Studierenden und Hochschulleitungen

Studentische Partizipation

Studentische Partizipation im Hochschul- und Wissenschaftssystem hat nicht nur eine lange Tradition, sondern ist durch unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten auch vielfältig ausgestaltet (z.B. studentische Selbstverwaltung, Mitwirkung in Gremien von Hochschulen und Organisationen im Wissenschaftssystem, politische Hochschulgruppen, Interessenvertretungen, u.a.). In den letzten Jahren scheint das Engagement von Studierenden im Hochschulkontext abzunehmen, während gleichzeitig weitere Partizipationsmöglichkeiten geschaffen wurden (z.B. in der Qualitätsentwicklung
der Hochschullehre).Das BMFTR fördert zu diesem Thema Projekte im dritten Förderaufruf der Rahmenbekanntmachung im Förderschwerpunkt „Wissenschafts- und Hochschulforschung (WiHo)“.

Psychische Gesundheit Studierender

Mit der Förderung der Studierendenbefragung in Deutschland verbessert das BMFTR die Datenlage zu Studierenden mit psychischen Erkrankungen maßgeblich. Zudem adressiert das BMFTR das Thema im zweiten Förderaufruf der Rahmenbekanntmachung im Förderschwerpunkt „Wissenschafts- und Hochschulforschung (WiHo)“.

Servicestellen für Beratungsleistungen an Hochschulen und in Studierendenwerken

Seit über 40 Jahren fördert das BMFTR die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) beim Deutschen Studierendenwerk. Die IBS ist das bundesweite Kompetenzzentrum zum Thema Studium und Behinderung.

Die ebenfalls durch das BMFTR geförderte Servicestelle Familienfreundliches Studium (SFS) des Deutschen Studierendenwerks unterstützt bei der Umsetzung einer familienfreundlichen Infrastruktur an Hochschulen und trägt zur nachhaltigen Kultur von Familienfreundlichkeit für Studierende bei.

Mit der Förderung der Servicestelle Interkulturelle Kompetenz (SIK) werden internationale Studierende bei ihrem Studium in Deutschland unterstützt.