eFIS
Das Projekt eFIS untersucht ethische Herausforderungen von Forschungsinformationssystemen (FIS) und entwickelt praxisnahe Leitlinien, Tools und technische Lösungen, um Transparenz, Fairness und verantwortungsvolle Datennutzung systematisch in deren Entwicklung und Anwendung zu integrieren.
FernUniversität in Hagen
Forschungsinformationssysteme (FIS) sind zentrale Infrastrukturen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die sensible Daten zu Forschenden, Projekten, Publikationen und Drittmitteln verarbeiten. Ihre Gestaltung beeinflusst wesentlich Entscheidungen über Ressourcen, Leistungsbewertung und strategische Planung. Gleichzeitig werfen FIS komplexe ethische und technische Fragen auf – insbesondere im Hinblick auf Transparenz, Fairness, Datenschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit Kennzahlen. Das Projekt eFIS adressiert diese Herausforderungen, indem es ethische Prinzipien systematisch in die Entwicklung und Nutzung von Forschungsinformationssystemen integriert. Es entstehen zwei zentrale Ergebnisse: Der eFIS-Leitfaden: ein praxisorientiertes Handbuch, das Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der ethisch verantwortungsvollen Planung, Implementierung und Nutzung von FIS unterstützt. Die eFIS-Toolbox: eine Sammlung konkreter Instrumente, Checklisten und technischer Module, mit denen sich ethische Anforderungen direkt in Systemarchitekturen und Arbeitsprozesse integrieren lassen. Die Entwicklung basiert auf der Erprobung des Forschungsinformationssystems HISinOne-RES an der FernUniversität in Hagen, die als Reallabor dient. Die dort gewonnenen Erkenntnisse zu Datenintegration, Benutzersteuerung und Systemarchitektur fließen unmittelbar in den Leitfaden und die Toolbox ein. Die Ergebnisse werden offen zugänglich gemacht und über Netzwerke wie NRW.CRIS und euroCRIS verbreitet, um den Wissenstransfer und den ethisch reflektierten Umgang mit Forschungsinformationen in der gesamten FIS-Community zu fördern. Die im Projekt entwickelten Konzepte und Werkzeuge werden im Einklang mit dem Kerndatensatz Forschung (KDSF) konzipiert. Dadurch wird sichergestellt, dass ethische Anforderungen systematisch mit standardisierten Forschungsinformationen verknüpft werden und eine hohe Interoperabilität sowie Anschlussfähigkeit an Berichts- und Informationsstandards gewährleist.
Zuwendungsempfänger
Prof. Dr. Uta Störl
FKZ: 16RBM4001
Laufzeit: 01.09.2026 - 31.08.2029