BMBF-Transfertagung: „Viele Wege führen zum Erfolg! Ein Dialog zwischen Forschung und Praxis über Studienerfolg und Studienabbruch“

Studienerfolg

Vom 27. bis 28. April 2021 fand die digitale BMBF-Transfertagung „Viele Wege führen zum Erfolg! Ein Dialog zwischen Forschung und Praxis über Studienerfolg und Studienabbruch“ statt. Die Abstracts und Forenbeiträge der Referentinnen und Referenten finden Sie hier in der Nachberichterstattung zur Tagung.

Das Thema Studienerfolg und Studienabbruch ist für Hochschulpolitik, Hochschulforschung sowie Hochschulpraxis von hoher Bedeutung. Mittlerweile gibt es eine Forschungscommunity, die sich aus verschiedenen Perspektiven mit diesem Thema befasst. Hier werden unterschiedliche Erklärungsmodelle entwickelt, die Wirksamkeit existierender Interventionsmaßnahmen untersucht und die Kosten und Folgen von Studienabbruch in den Blick genommen. Dies geschieht sowohl aus fachspezifischer Sicht als auch fächerübergreifend. Gleichzeitig und überwiegend unabhängig davon wurden in den letzten Jahren vielfältige Maßnahmen an den Hochschulen entwickelt, um den Studienerfolg zu fördern und den Studienabbruch zu verringern.

Die Transfertagung führte die beteiligten Personengruppen zusammen, um den fachlichen Austausch zu unterstützen.

Im Fokus standen die folgenden Themenblöcke:

Themenblock A: EntscheidenDie Phase (vor) der Entscheidung für ein Studium
In diesem Themenfeld standen die Studienfachwahl und die Beratung vor Beginn des Studiums im Zentrum. Geht eine informierte Wahl des Studienfachs mit einem niedrigeren Abbruchrisiko einher? Wie kann eine informierte Studienwahl unterstützt werden? Welche Formen der Beratung von Studieninteressierten haben sich in der Praxis bewährt? Auch die Vorbereitung internationaler Studierender an Studienkollegs und die Bedeutung von Sprachkompetenzen für den Studienerfolg wurden hier thematisiert.

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Themenblock B: BeginnenDie Phase des Studieneingangs
Die Gestaltung der Studieneingangsphase – sowohl mit curricularen als auch extracurricularen Maßnahmen und Formaten – steht im Vordergrund etwa bei der Frage, ob und wie die Diversität der Studierenden in der Lehre berücksichtigt wird. Im Rahmen des Themenblocks B wurde auch die Rolle von Eingangstests thematisiert, die nach der Hochschulzulassung zu Diagnosezwecken eingesetzt werden.

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Themenblock C: UnterstützenDie Bedeutung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen
Hier wurden zentrale Determinanten des Studienerfolgs ebenso diskutiert wie (Früh-)Indikatoren des Studienabbruchs sowie erprobte Interventionsmaßnahmen. Da Studienerfolg auf individueller, institutioneller und sozialer Ebene beeinflusst werden kann, ist die Kenntnis zentraler Determinanten von herausragender Bedeutung, um den Studienerfolg zu unterstützen bzw. den Abbruch durch geeignete Präventionsmaßnahnahmen zu vermeiden. Inhaltlich wurde im Themenfeld C die Diversität von Studierenden und ihre motivationale Haltung ebenso beleuchtet wie Frühwahrsysteme, die Ausgestaltung der Lehre und die Praktikabilität bzw. Wirksamkeit der Interventions- und Präventionsmaßnahmen.

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Themenblock D: GestaltenDie Phase des Studienabbruchs
Im Fokus von Themenblock D stand die Frage, was sich nach dem Studienabbruch anschließen könnte: Ein Studienfachwechsel, ein Übergang in das System der beruflichen Bildung oder in den Arbeitsmarkt. Ein solcher Neustart sollte durch institutionelle Maßnahmen bestmöglich begleitet und nicht künstlich verzögert werden. Negative Konsequenzen für die betreffenden Studierenden, aber auch das System Hochschule, können durch einen moderierten Studienabbruch gemildert werden.

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