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Institutionelle Hürden bei Studienentscheidungen - soziale Ungleichheit, Zulassungsverfahren und ihre Folgen

Universität Hamburg

Das Projekt untersucht die Frage, welche Rolle Zulassungsverfahren für die Entstehung sozialer Ungleichheit bei Hochschulzugang und Studiengangwahl spielen. Anhand rationaler Entscheidungstheorien wird zunächst eine Erklärung für die Ungleichheitswirkung von Zulassungsbedingungen im Rahmen von Studienentscheidungen entwickelt. Die empirischen Analysen basieren auf vorliegenden Informationen zu Auswahlverfahren aller örtlich zulassungsbeschränkten Studiengänge zwischen 2005 und 2018 und den Auswahlkriterien und -grenzen aller zentral zulassungsbeschränkten Studiengänge seit 1973. Diese Institutionendaten werden erstmals mit längsschnittlichen Individualdaten von Studienberechtigten und Studierenden verbunden. Zur Beschreibung der Wirkung von Zulassungsverfahren auf die Zusammensetzung von Studierendenjahrgängen sollen verschiedene Reformen rund um Zulassungsbedingungen längsschnittlich analysiert werden. Zur Analyse des konkreten Zusammenhangs zwischen Zulassungskriterien und Studiengangwahl werden Mediations- und Moderationsanalysen mit gepoolten Querschnittsdaten durchgeführt. Der internationale Vergleich dient der Bestimmung der Stärke des Ungleichheitseffekts von Zulassungsverfahren für ausgewählte Studiengänge. Kontrafaktische Verteilungsanalysen illustrieren die Effekte alternativer Zulassungsregimes. Die Gruppe erweitert die empirische Bildungsforschung um eine innovative Perspektive und evaluiert für die Hochschulpolitik die Ungleichheitswirkung von Zulassungsverfahren.


Zuwendungsempfänger

Universität Hamburg
Projektleitung: Dr. Florian Hertel

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Kontakt

Dr. Florian Hertel
E-Mail: florian.hertel@uni-hamburg.de